Unser Konzept der gymnasialen Oberstufe: Individualisierung als (ein) Ziel

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In der Präambel unseres Schulprogramms heißt es „Unser Ziel ist es, die Potenziale unserer Schüle­rinnen und Schüler (SuS) zu entfalten. Wir fördern und fordern Kompetenzen und Leistung, dabei dürfen Freude und Neugier am Lernen nicht verloren gehen.“ Dabei wird in der Folge dann kon­kretisiert, wie wir dies durch die Arbeit in Lernbüros und auf andere Weise konkret umsetzen.

Da uns die APO-GOSt dazu auffordert, in der gymnasialen Oberstufe die Bildungs- und Erziehungs­arbeit der Sekundarstufe I fortzusetzen, zu vertiefen und zu erweitern ist es folgerichtig, dass wir Strukturelemente wie den Gemeinsamen Anfang (GA), die individualisierten Lernzeiten und das Lernen und Coachen (LeCo) auch in unserer gymnasialen Oberstufe umsetzen. Dies natürlich abgestimmt auf die Vor­gaben der APO-GOSt.

Worum es geht, beschreibt QUA-LiS NRW unter dem Stichwort Selbstgesteuertes Lernen sehr treffend:

„Selbstgesteuertes Lernen ist [..] ein aktiver Lernprozess, der die SuS in den Mittelpunkt stellt. Aus­gehend von ihren individuellen Lernbedürfnissen haben diese in einem bestimmten Lernsetting des offenen Unterrichts die Möglichkeit zu beeinflussen was, wie, mit wem und wo sie lernen. Sie setzen sich mit mehr oder weniger Hilfe eigene Ziele, wählen dargebotene Lerninhalte, aber auch Lern­stra­tegien, Lernpartner und möglicherweise auch Lernorte aus, planen ihren Lernprozess und arbeiten in ihrem eigenen Lerntempo an persönlichen Schwerpunkten. In Lernarrangements des selbstge­steu­erten Lernens hat auch das Nachdenken über das eigene Lernen einen festen Platz: Die Lernenden üben sich darin, das Erreichen der persönlichen Ziele zu reflektieren, Material, Strategien und Lern­wege zu überprüfen sowie den Lernerfolg bzw. -fortschritt zu bewerten.“ (Quelle: https://www.schulentwicklung.nrw.de/q/ganztag/lernzeiten-in-der-sekundarstufei/individualisiertes-ler-nen/selbstgesteuertes-lernen/selbstgesteuertes-lernen.html)

Die Eigenverantwortung der SuS, die Individualisierung und Selbststeuerung sowie die Transparenz von Lernprozessen bleiben damit auch in unserer gymnasialen Oberstufe zentrales Moment aller didaktischen Überlegungen.

An unserer Schule wird daher der Unterricht in der S II in einer Mischung aus „klassischem“ Kurs­unterricht und individualisierten Lernzeiten angeboten. Bei uns heißen diese Lernzeiten LIKE-Zeiten (LIKE steht dabei für "Lernen: individuell – konzentriert - eigenverantwortlich"). Die SuS dokumentieren ihre Arbeit – wie schon in der S I - im Navigator, einem Lerntagebuch. Für die Bedürfnisse der Oberstufe gibt es aber einen eigens entwickelten Navigator.